Sicher handeln im Wandel der Arbeitswelt
Neuer SiBe-Report bietet Orientierung
Der neue SiBe-Report ist da – und mit ihm praxisnahe Orientierung zu aktuellen Entwicklungen in der Sicherheitsarbeit. Ein Schwerpunkt liegt auf dem neuen DGUV-Barometer Arbeitswelt 2026, das eine beeindruckend hohe Wertschätzung für Erst- und Brandschutzhelfende sowie Sicherheitsbeauftragte zeigt. Gleichzeitig wird sichtbar, dass diese Funktionen nicht überall fest im betrieblichen Alltag verankert sind.
Ein weiterer Artikel des neuen Sibe-Reports erläutert die Neuregelung der SiBe-Pflicht durch die Änderung des § 22 SGB VII. Er zeigt, was sich konkret verändert, und erläutert auch, wie viele Brandschutz- und Ersthelfende Betriebe brauchen.
Im Interview spricht Rechtsanwalt Matthias Klagge über Haftungsfragen – ein Thema, das viele SiBes umtreibt und bei dem Klarheit besonders wichtig ist. Abgerundet wird die Ausgabe durch eine kompakte Übersicht der Mitwirkungspflichten aller Beschäftigten – ein praktisches Werkzeug für die tägliche Arbeit.
„Arbeit & Gesundheit“ 4/2026
Ab sofort ist die neue Ausgabe des Magazins für Sicherheitsbeauftragte
Arbeit & Gesundheit online. Und das sind die aktuellen Themen:
- Vorbereitet auf heiße Tage: Wie sich ein Pflegeheim auf eine Hitzeperiode vorbereitet und damit die Beschäftigten und Bewohnenden schützt
- Der Wut begegnen: Aggressionen erhöhen die Unfallgefahr im Straßenverkehr – so können Betriebe gegensteuern
- Von der Statistik lernen: Welche Unfallgefahren in den meisten Betrieben vorkommen und welche Schutzmaßnahmen die Risiken senken
- Gefährlicher Staub: Bei Arbeiten mit Naturstein, Beton, Glas und weiteren Materialien werden feine Quarzpartikel freigesetzt, die tief in die Lunge gelangen können
- Post-Holiday-Syndrom: Tipps und Kniffe gegen das Stimmungstief
nach dem Urlaub
Für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz: Gemeinsam gegen Absturzunfälle
Abstürze zählen weiterhin zu den häufigsten Ursachen schwerer und tödlicher Arbeitsunfälle in Deutschland. Deshalb stellt die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) in den Jahren 2026 und 2027 die Prävention von Absturzunfällen in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. In Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich dafür Arbeitsschutzbehörden, Unfallkassen und gewerbliche Unfallversicherungsträger zu einem Netzwerk zusammengeschlossen – auch wir sind Teil der Initiative. Gemeinsam mit Arbeitsschutzverantwortlichen und Beschäftigten verfolgen wir das Ziel, Absturzunfälle wirksam zu verhindern. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Pressemitteilung.
Voller Einsatz gegen Badeunfälle
In Sommern wie diesen haben die ehrenamtlichen Kräfte der DLRG alle Hände voll damit zu tun, an Badeseen oder auch am Rhein einen sorgsamen Blick auf die Badenden zu richten. Das Problem: Überall können sie nicht sein, und viele, die gerade in diesem heißen Sommer vermehrt in natürlichen Gewässern Abkühlung suchen, unterschätzen die damit verbundenen Gefahren. Mit fatalen Konsequenzen: Immer wieder kommt es zu tödlichen Badeunfällen.
Mehr dazu lesen Sie in unserem neuen ampel-Artikel.
„simply U“ bringt Hautkrebsprävention in den Unterricht
Mit „Clever in Sonne und Schatten“ fördern wir seit Jahren erfolgreich die Hautkrebsprävention in Kitas und Grundschulen. Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 unterstützen wir nun das Präventionsprogramm „simply U“ der BARMER und der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz – ein Angebot, das die Sonnenschutzkompetenz konsequent in die weiterführenden Schulen weiterträgt.
Das Präventionsprogramm „simply U“ unterstützt Schulen dabei, UV-Schutz fest im Alltag zu verankern – in Pausen, beim Sport, auf Klassenfahrten und im Freizeitverhalten. So werden Jugendliche befähigt, heute und später kluge Gesundheitsentscheidungen zu treffen. Mehr über „simply U“ erfahren Sie in unserem Bildungsportal.
Vegetationsbrandgefahr steigt deutlich
Die anhaltende Hitze und Trockenheit erhöhen in vielen Regionen Deutschlands massiv das Risiko für Vegetations- und Waldbrände. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) weist in seinen aktuellen Hinweisen zur Vegetationsbrandgefahr darauf hin, dass der Waldbrandgefahrenindex in mehreren Bundesländern die höchste Stufe 5 erreicht. Auch der Graslandfeuerindex steigt bundesweit auf Stufe 4. Nach einem zu trockenen Winter und Frühjahr sind Böden und Vegetation vielerorts stark ausgetrocknet. Bereits kleine Funken oder technische Defekte können Brände auslösen, die sich durch Wind rasch ausbreiten. Und solange Hitze und Trockenheit anhalten, steigt das Vegetationsbrandrisiko täglich weiter.
Worauf deshalb jetzt besonders zu achten ist:
- Kein offenes Feuer und Rauchverbot im Wald!
- Schon bei Verdacht die Feuerwehr über 112 alarmieren und den Standort möglichst genau angeben
- Land- und Forstwirtschaft: Maschinen regelmäßig warten, Überhitzung vermeiden, Löschmittel mitführen
- Bei Entstehungsbränden nur löschen, wenn es gefahrlos möglich ist!
Speziell für Feuerwehren haben wir gemeinsam mit der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie Rheinland-Pfalz, Landesforsten und dem Landesfeuerwehrverband die „Taschenkarte Wald- und Vegetationsbrände für Führungskräfte“ entwickelt. Downloadbar ist sie im Portal für den Brand- und Katastrophenschutz (BKS-Portal.rlp).
top eins 2/2026
Die neue Ausgabe von top eins, dem Magazin für Führungskräfte im öffentlichen Dienst, ist online. Und das sind die aktuellen Themen:
- Angehörigenpflege ermöglichen: Als Führungskraft Betroffenen helfen, ohne dabei das übrige Team zu überlasten
- Sicheres Verhalten fördern: Mit Behavior Based Safety die Präventionskultur stärken
- Sensibel führen: Wie Führungskräfte die Stärken neurodiverser Teams fördern
- Besser nüchtern: Auf Alkohol, Cannabis und andere Suchtmittel im Straßenverkehr unbedingt verzichten
- Virtueller Rundgang: Bewerberinnen und Bewerber per VR-Brille mit ihrem künftigen Arbeitsplatz vertraut machen
Änderungen bei den Sicherheitsbeauftragten: Wir begleiten Sie durch die neue Rechtslage
Mit der Änderung des § 22 SGB VII hat der Gesetzgeber die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten neu geregelt. Künftig hängt die Verpflichtung stärker von der betrieblichen Gefährdungslage ab. Für viele Unternehmen und Einrichtungen bedeutet das: Die bisherigen Schwellenwerte verändern sich – und damit auch die Frage, ob und wie viele Sicherheitsbeauftragte benötigt werden.
Mit der Gesetzesänderung setzt der Gesetzgeber eine erste Maßnahme aus dem Konzept des Bundesarbeitsministeriums für einen effizienten und bürokratiearmen Arbeitsschutz um. Ziel ist es, die Zahl der Unternehmen zu verringern, die Sicherheitsbeauftragte bestellen müssen. Die neue Regelung sieht vor, dass:
- Betriebe bis 20 Beschäftigte weiterhin nicht verpflichtet sind, Sicherheitsbeauftragte zu bestellen.
- Betriebe mit mehr als 20 und weniger als 50 Beschäftigten nur dann Sicherheitsbeauftragte bestellen müssen, wenn besondere Gefährdungen für Leben und Gesundheit vorliegen.
- Betriebe mit 50 bis 250 Beschäftigten mindestens eine Sicherheitsbeauftragte bzw. einen Sicherheitsbeauftragten bestellen müssen – bei besonderer Gefährdung entsprechend der Gefährdungsbeurteilung mehr.
- Ab 250 Beschäftigten gelten wie bisher die Kriterien der DGUV Vorschrift 1.
Unsere Aufsichtspersonen unterstützen Sie dabei, die Gefährdungsbeurteilung als Grundlage für die Entscheidung heranzuziehen und eine Lösung zu finden, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den Anforderungen Ihrer Einrichtung entspricht. Auch wenn Sie freiwillig weiterhin mehrere Sicherheitsbeauftragte einsetzen möchten – etwa in Feuerwehren oder Kitas – begleiten wir Sie mit unserem Qualifizierungs- und Präventionsangebot.
Betriebe und Einrichtungen, die nach neuer Rechtslage nicht verpflichtet sind, Sicherheitsbeauftragte zu bestellen, können ebenso Mitarbeitende bei uns schulen und qualifizieren lassen. Denn gelebte Sicherheit entsteht dort, wo Menschen ihren Beitrag leisten – unabhängig von gesetzlichen Mindestanforderungen!
Hitze am Arbeitsplatz: Wenn hohe Temperaturen zur Herausforderung werden
Jetzt sind sie da, die heißen Tage. Und vielerorts zeigt sich sofort, wie sehr sie den Arbeitsalltag beeinflussen. Schon am frühen Morgen steht die Luft im Büro, der Ventilator läuft im Dauermodus, und die ersten Kolleginnen und Kollegen wischen sich den Schweiß von der Stirn, bevor der Arbeitstag überhaupt richtig begonnen hat. Was früher Ausnahme war, ist inzwischen Realität: Hitze wird zu einem ernsthaften Arbeitsrisiko.
Hohe Temperaturen beeinträchtigen Konzentration, Reaktionsfähigkeit und Kreislauf – und damit steigt auch das Unfallrisiko deutlich. Laut DGUV-Analyse nehmen Arbeitsunfälle an Tagen mit mehr als 30 Grad um rund 7 Prozent zu, Wegeunfälle sogar um etwa 12 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass sich die Zahl heißer Tage seit den 1950er‑Jahren etwa verdreifacht hat, ist klar: Arbeitgebende müssen aktiv gegensteuern.
Organisatorische Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, zusätzliche Pausen oder das Verlegen körperlich belastender Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten können die Belastung deutlich reduzieren. Technische Lösungen – etwa Verschattung, Ventilation oder mobile Kühlung – tragen ebenfalls dazu bei, Arbeitsplätze sicherer zu machen. Ebenso wichtig ist es, Beschäftigte für die Auswirkungen von Hitze zu sensibilisieren und klare Hinweise zum Selbstschutz zu geben.
Wir unterstützen unsere Mitgliedseinrichtungen und -betriebe dabei mit praxisnahen Materialien, darunter die Unterweisungshilfe UV‑/Sonnenschutz (PDF-Datei), unsere Informationsblätter Tipps bei hohen Raumtemperaturen in Kita und Schule (PDF-Datei) und Sonnenschutz in Kitas (PDF-Datei) sowie der Homeoffice‑Guide zum Thema Hitze (PDF-Datei). Sie bieten kompakte Orientierung, wie sich Risiken verringern und Arbeitsplätze auch an heißen Tagen sicher gestalten lassen.
Pflanzen erleben, Natur begreifen
Neue Broschüre informiert über sichere und vielfältige Grünräume für Kitas und Schulen
Ob Früchte naschen, Kräuter riechen oder mit Blättern und Samen kreativ werden: Pflanzen sprechen die Sinne an und eröffnen Kindern einen unmittelbaren Zugang zur Natur. Begrünte Außenflächen in Kindertageseinrichtungen und Schulen schaffen nicht nur attraktive Spiel- und Lernräume, sondern verbessern auch das Mikroklima, fördern das Wohlbefinden und bieten wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel. Bäume spenden Schatten, Hecken strukturieren das Gelände und schaffen Rückzugsorte – Natur wird erlebbar und begreifbar.
Doch bei der Auswahl geeigneter Pflanzen tauchen immer wieder Fragen auf: Welche Arten sind unbedenklich, welche bergen Risiken? Wie geht man mit dem Thema Giftigkeit um, und welche Rolle spielen Dornen, Stacheln oder die Neugier sehr junger Kinder? Eine pauschale Liste von „geeigneten“ oder „ungeeigneten“ Pflanzen gibt es nicht – entscheidend sind immer die individuellen Gegebenheiten und der jeweilige Nutzerkreis.
Genau hier setzt die neue DGUV Information 202-023 „Pflanzen in Kindertageseinrichtungen und Schulen“ an. Sie ersetzt die bisherige DGUV Information „Giftpflanzen – Beschauen, nicht kauen!“ und unterstützt Kitas, Schulen, Träger und Planungsverantwortliche bei der sicheren, naturnahen und pädagogisch sinnvollen Gestaltung von Außenflächen und Lernorten. Die Broschüre vermittelt aktuelles Wissen zu Giftpflanzen, Pflanzenbeurteilung, Naturerleben, Risikokompetenz und stellt geeignete Pflanzen für den Bildungsbereich vor. Sie bietet konkrete Entscheidungshilfen für Kita-Gelände, Schulhöfe, Schulgärten und Innenräume und verbindet Sicherheit, Bildungsauftrag, Prävention und ökologische Qualität in einer praxisnahen Handreichung.
Die DGUV Information „Pflanzen in Kindertageseinrichtungen und Schulen“ kann in der Publikationsdatenbank der DGUV heruntergeladen oder kostenfrei als gedruckte Version bestellt werden.
„Ich pflege“ jetzt auch digital verfügbar
Unser regelmäßig erscheinendes Magazin „Ich pflege“ informiert pflegende Angehörige über den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz und hält zudem interessante Informationen rund um die Pflege in der häuslichen Umgebung bereit. Jetzt hat das Magazin eine eigene digitale Plattform, auf der neben der jeweils aktuellen Ausgabe auch das digitale Archiv des Magazins zu finden ist.
Die neue Online-Plattform macht alle Inhalte jederzeit und überall zugänglich — ob am Smartphone, Tablet oder PC. Nutzerinnen und Nutzer können bequem in älteren Ausgaben stöbern, gezielt nach Themen suchen und sich so genau die Informationen holen, die sie gerade brauchen. Neben praxisnahen Artikeln finden sich Interviews, Erfahrungsberichte und Tipps, die den Pflegealltag erleichtern. Das Magazin beleuchtet dabei nicht nur den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, sondern auch Themen wie ergonomisches Arbeiten, psychische Entlastung, Sicherheit im Haushalt oder Unterstützungsangebote. Lesen Sie doch mal rein!
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